Flora & Fauna im Grödnertal

Wiesenpracht und Farbkleckse im Fels

Wiesenpracht und Farbkleckse im Fels
Wiesenpracht und Farbkleckse im Fels 

Blumenfreunde finden in Gröden eine erstaunliche Vielfalt botanischer Sehenswürdigkeiten. Auf den Kalk- und Silikatböden der Dolomiten hat sich eine überaus zahlreiche und differenzierte Bergflora entwickelt. In den sonnenseitlichen Wäldern finden wir in den unteren Lagen vor allem die Kiefer.
Fichten und Lärchen sind bis an der oberen Waldgrenze vertreten, wobei die Zirbelkiefer bzw. Arve mehrheitlich anzutreffen ist. Legföhren und Wacholdersträucher bilden den Abschluß der Nadelhölzer. In den Tallagen sind auch Erlen, Eschen, Bergahorn, Birken, Zitterpappeln und Vogelbeerbäume vorhanden. Letztere sind sogar bis auf 2000 m Seehöhe zwischen den Nadelhölzern vertreten, deren Früchte und Laub im Herbst in Purpurfarben weithin aufleuchten.
Die Wiesenblumen sind dort am reichsten, wo am wenigsten gedüngt wird. Man findet da zahlreiche Korbblütler, Glockenblumen, Schmetterlingsblütler, Hahnenfußgewächse, Primeln, Enziane, verschiedene Orchideen und noch viele andere mehr.
Zwischen der oberen Waldgrenze und den Geröllhalden sind am spektakulärsten die Alpenrosen (Rhododendron ferrugineum + hirsutum), wenn sie manchmal ganze Hänge überziehen. Die Hochgebirgsflora, meist kleine, aber blütenreiche Pflanzen, bevorzugt Moränen, Schutthalden und Felsen.
Es sind das verschiedene Primeln und Steinbrech-Arten sowie Dolomiten-Fingerkraut (Potentilla nitida), gelber Alpen-Mohn (Papaver rhaeticum), Dolomiten-Glockenblume (Campanula morettiana), die Schopfige Teufelskralle oder Rapunzel (Physoplexis comosa) und selbstverständlich auch das schöne Edelweiß (Leontopodium alpinum), um nur einige zu nennen. Je höher die Pflanzen steigen, um so kräftiger leuchten die Farben in den bleichen Felsen der Dolomiten.

Fauna

Fauna
Fauna 

Die Grödner Wälder und Berge halten für den rücksichtsvollen, stillen Wanderer und Naturfreund viele erfreuliche Begegnungen bereit. Hase und Reh, Murmeltier und Gemse sind die Tiere, die man am ehesten zu Gesicht bekommt. Natürlich sind auch Fuchs, Hermelin, Baummarder, Dachs und Eichhörnchen vertreten.
Seit einigen Jahren kann man erfreulicherweise auch die Fährten des Hirsches beobachten. Besonders erfreulich ist die Anwesenheit des Steinbocks im Sellastock.

Außer einigen schönen Schmetterlingsarten kann man verschiedene Singvögel hören und beobachten. Um nur einige zu nennen: Meise, Fink, Stieglitz, Rotkehlchen, Zeisig, Gimpel, Drossel, Lerche, Wiesen- und Baumpieper usw. Auch sämtliche Spechtarten sind hier beheimatet und auch der Mauerläufer mit seinen roten Flügeln ist öfters in den Felsregionen zu sehen.
Felsenschwalben und Alpensegler sausen um die Berggipfel. Von den Hühnervögeln sind Auerhuhn, Birkhuhn, Steinhuhn und Alpenschneehuhn anzutreffen. Steinkauz, Rauhfußkauz, Waldkauz, Sperlingskauz und Waldohreule sind wegen ihrer nächtlichen Tätigkeit wohl eher selten zu sehen.

Weiters können noch folgende Vögel beobachtet werden: Tannenhäher, Elster, Alpendohle, Rabe, Kolkrabe und die Greife Sperber, Habicht, Turmfalke und natürlich auch der König der Lüfte, der Steinadler, der am ehesten im Langental zu sehen ist, wenn er über den steilen Felswänden in den blauen Lüften segelt.

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